Wandern (und Motorrad fahren) in den Pyrenäen

  • Wir waren schon sehr gespannt auf unseren Sommer-Urlaub 2018 …. eine Kombination aus Wander- und Motorrad-Urlaub mit einigen Freunden.

    Wir starteten somit mit *32* Hänger und unseren :051: Mopeds voller Vorfreude am letzten Maitag.

    Das erste Haus (fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/p6641303) in den Pyrenäen in Bellver de Cerdanya bzw. Nefol war ab Samstag 2. Juni gebucht und wir haben die Anreise ganz bewusst entspannt geplant mit 2 Übernachtungen in Saints-Geosmes (nord-östlich von Dijon) und in Orange in Süd-Frankreich – also am Donnerstag,31.5.2018 ging‘s los!

    Das Wetter war jetzt nicht wirklich sommerlich … weder zu Hause noch unterwegs noch in den Pyrenäen … es war für Sommer viel zu kalt und regnerisch :0251: und die Erinnerungen an 2008 Pyrenäen kamen hoch….

    Das Haus vor Ort entsprach total :gefa: den Beschreibungen und stellte sich als idyllisches, liebevoll rustikal umgebautes, altes Steinhaus dar. Die Vermieter Merit und Raoul sind super hilfsbereit. Während der Pool bei der Auswahl der Unterkunft eine wichtige Rolle spielte (warum hat eigentlich keiner so richtig darüber nachgedacht, wie wohl die Temperaturen auf 1200 Höhenmeter Anfang Juni sind? :10101: ) …. rettete der Kamin die zu kalte Atmosphäre vor Ort. Der auf dem recht großen Grundstück ebenfalls beheimatete Hühnerstall war nicht nur von Hühnern besetzt, sondern ebenfalls von einem sehr ernsthaften :22-33: Gockel, welcher sich jeden Morgen ab halb sechs Uhr regelmäßig meldete …. Die Info, dass wir ihn hätten auch töten können kam erst bei der Abreise :111: .

    Am Sonntag fuhren wir nach Puigcerda – an der Grenze zu Frankreich und mit dem nächsten Supermarkt ausgestattet und gerieten spontan in ein Volksfest mit den hier typischen Giganten (tolle Riesenfiguren aus der Historie oder anderen aktuellen Helden gewidmet).

    Montag erfolgte die erste kleine Moped-Tour in der echt schönen Gegend inkl. Schneefeld. Meistens war das Wetter am frühen Vormittag und ab Nachmittag trocken und schön … dazwischen gab es immer mal wieder Schauer … einige größere aber meistens nur viele kleinere. Die Freizeit im Haus verbrachten wir neben Essen, Trinken, Schlafen mit Kamin-Abenden inkl. Kartenspiel oder auch schon mal einen Film…. und reichlich :022: Vino.

    Zum Wandern hatte ich einen Wanderführer gekauft: "Pyrenäen 3" - Rother Wanderführer in dem viele Touren unterschiedlicher Schwierigkeiten beschrieben waren. Da wir jetzt nicht supersportlich sind, haben wir uns immer nur für "blaue"=leichtere Touren entschieden. Der Dienstag war ein Wandertag zum See Estany de Malniu (2270 HM), den wir dank des Wanderführers - Tour 47 - auch wirklich gut gefunden haben. Bis ganz zum Ende sind wir nicht gekommen, da wir wegen Regenschauer abgebrochen haben.

    Das Gute an dem Wanderführer war auch die gute Beschreibung der Anreise, der Höhenmeter, und allgemein die gute Beschreibung mit einigen Bildern.

    Der Mittwoch war für wieder Moped-Tag und der Donnerstag wurde erneut zum Wandertag erklärt und wir sind von zu Hause aus ins Dorf Pi und nach Bellver de Cerdenya über verschlungene Pfade und in Begleitung mehrerer Hunde zu gelangen. Diese haben sich wohl sehr über diese Abwechslung gefreut und waren nur schwierig wieder loszuwerden. Der Weg zurück hinauf nach Nefol war quasi reines Popo-Oberschenkel-Muskulatur-Training :doppelt: und der „typisch katalonische Blechkuchen“, welcher wie eine Trophäe von Wolly hinauf getragen wurde, belohnte uns nur mäßig :karl: . Alle bekamen auch wieder ein paar Tropfen Lebenswasser von oben ab.

    Am Freitag waren wir zu viert mit den Mopeds unterwegs über diverse Pässe und in Ripoli zu Mittag.

    Der Samstag wurde erneut zum Wandertag erklärt zum Prat de Cadi (Tour 49) auf 1833 HM. Die Erreichbarkeit mancher „Wanderparkplätze“ ist mitunter höchst anspruchsvoll (nur mit SUV und Allrad zu empfehlen) und echt abenteuerlich, aber die Spanier sind auch wirklich schmerzfrei und lieben wohl solche Herausforderungen.

    Der Weg selbst war steil, aber diese Hochebene mit Felsbastion auch wirklich sehenswert :tolll: . Ein toller Tag mit super Kulisse! Die Sonne kam natürlich erst dann richtig raus, als wir fast wieder am Auto waren….


    Die zweite Woche startete am Sonntag mit einer Städtetour nach Seu D’Urgell – einem der ältesten Orte der Region. Leider war es etwas verregnet, sodass der mittelalterliche Markt vor Ort etwas zu still war. Die Stadt hat Charme … aber im Grau der Wolken :0251: sieht man das eben weniger. Einige Leckereien vor Ort machen das aber wieder wett.

    Der Montag lockt wieder zum Mopedfahren …. Die Sonne :011: scheint und es wurde wärmer.

    Der Dienstag ist dann wieder zum Wandern ins Val de la Llosa (Tour 45) da und der sogenannte „Wanderparkplatz“ beim/vor dem Gehöft ist wirklich nur unter schweren Bedingungen zu erreichen. Dennoch wird auf einem Schild auf 2 Euro Parkgebühren verwiesen :lula4: …. da aber nur Hunde anwesend sind und nirgends eine entsprechende „Spendenschale“ steht marschieren wir einfach so los….. über einen wirklich guten Wanderweg bis … uns der Regen zur Umkehr überredet.

    Auch hier trösten uns einige Leckerlis zum Kaffee zu Hause. Danach starten wir erneut eine Runde vor Ort – kreiert von mir mit der „Wander-App Komoot“ und sie war wirklich schön über diverse Pferdeweiden… ein wenig zu steil im Rückweg und über Schmugglerpfade ….. aber schön.

    Der Mittwoch 13.6. wurde so richtig schön sonnig ab nachmittag und ich nutzte eine kleine Einkaufs-Moped-Foto-Tour in der Region vor Ort. :018:

    Der Donnerstag wurde erneut von uns Vieren zum Wandern auserkoren und wir wählten eine fast ebene Flußufer-Runde bei Seu D’Urgell aus bei ca. 27 Grad und Sonne mit anschließendem – nun sonnigen- Stadtbummel.

    Die Wanderung selbst war etwas anspruchslos, aber einfach angenehm zu laufen und die Sonne genießen hatte was! Über die App „Around me“ haben wir einen guten Getränkestop mit einem kleinen Hang-Schlenker gefunden.

    Der Freitag war dann dem Packen und Verladen gewidmet und abends ein richtig nettes Lokal im Nachbardorf Pi (auf "Trip Advisor“ sehr gut bewertet) - das Restaurant „El nou Cal Cateri“ mit wirklich guter Küche und gutem Wein!

    Am Samstag fuhren wir dann noch eine Woche in die Cevennen zum Motorradfahren und der Stadtbesichtigung in Nimes! Nimes ist eine wirklich tolle Stadt – auch bei über 35 °C gibt es Gassen/Ecken/Gebäude die einfach sehenswert sind!

    Der Freitag dient erneut dem Verpacken/Verladen/Erholen und am Samstag morgen starten wir *32* in Richtung Heimat über erneute Zwischenstation Saints-Geosmes.

    Sonntag nachmittag zu Hause ist es irgendwie komisch … schön zu Hause zu sein und bald auch die Enkelkinder wieder zu sehen …. aber so richtig Lust auf Arbeit hat noch keiner.

    Der Montag ist Wasch – und Enkelsohn :041: -Tag und nun freuen wir uns schon auf den nächsten Urlaub! Irgendwann und Irgendwohin!